Klettern in den Alpen

Wer sich zu den passionierten Kletterern zählt, der findet in den Alpen überall gute Betätigungsfelder. Gehört man nicht zu den knallharten Bergsteigern, die Wind und Schnee trotzen und sich in Regionen vorwagen, in denen man kaum noch ohne Sauerstoffgerät auskommt, dann hat man in den Alpen die Auswahl aus mehreren Tausend Gipfeln. Vielerorts warten bizarre Türme und Zinnen darauf, sich mit Leine und Steigeisen auf den Weg zu machen und als Belohnung den Rundblick von ihrem höchsten Punkt genießen zu können.

Die Alpen bieten die passende Herausforderung für alle Schwierigkeitsgrade. Natürlich kann man sich auch als Anfänger mit einem geübten Führer auf den Weg machen und die kleineren Gipfel für sich erobern. Die Kletterguides lassen sich sowohl für Einzelpersonen als auch für ganze Gruppen buchen. Wer sich auf eine solche Klettertour begeben möchte, der braucht natürlich auch eine geeignete Ausrüstung. Viele Dinge kann man sich vor Ort ausleihen, aber gute Kletterschuhe und wetterfeste robuste Kleidung sollte man sich besser von zu Hause mitbringen.

Ein unverzichtbarer Schwerpunkt beim Klettern in den Alpen ist die Sicherheit. Darauf legen auch die Guides allergrößten Wert. Das beginnt schon damit, dass man einen Helm tragen sollte und immer ein funktionsfähiges Handy mit dabei hat, um einen Notruf absetzen zu können, falls doch einmal was passieren sollte. In den Rucksack gehören auf jeden Fall auch eine Isodecke, eine Taschenlampe und Verbandszeug. Farblich auffällige Kleidung ist auf jeden Fall von Vorteil.

Außerdem sollte man bei geplanten Klettertouren unbedingt an der Hotelrezeption Bescheid geben, wohin man klettern gehen möchte und wann man ungefähr wieder zurück sein wird. So kann von dort aus ein Alarmruf an die Bergwacht gestartet werden, falls Urlauber nach einer Klettertour vermisst werden. Das ist wichtig, weil einerseits das Handy nicht überall Empfang hat und es ja durchaus auch sein kann, dass man nach einem Unfall nicht mehr in der Lage ist, einen Notruf absetzen zu können.

Auch sollte man die eigene Kondition nicht überschätzen und sich vor einer Tour umfassend über das zu erwartende Wetter informieren. Das kann in den Alpentälern jederzeit umschlagen. Also im Zweifel lieber rechtzeitig umkehren und an einem anderen Tag einen neuen Angriff auf den heraus gesuchten Gipfel starten.