Klettern an der Dufourspitze

Die Dufourspitze ist die höchste Erhebung im Monte Rosa Massiv und befindet sich damit teilweise auf dem Staatsgebiet der Schweiz und Italiens. Ähnlich wie beim Mont Blanc gibt es hier immer wieder Differenzen um den Verlauf der Grenze. Gleichzeitig ist der Dufourspitze der höchste Punkt der Schweiz, was von den Italienern allerdings immer wieder angezweifelt wird. Wer auf dem Gipfel steht, befindet sich immerhin auf einer stolzen Höhe von 4.634 Metern über dem Meeresspiegel. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hieß dieser Berg noch Gornerhorn. Seinen heutigen Namen bekam er durch den Schweizer Bundesrat im Jahr 1863. Als Namenspate diente Guillome- Henri Dufour, der seines Zeichens als Kartograf und General der Schweizer Regierung diente.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Gipfel der Dufourspitze erstmals bestiegen. Die achtköpfige Truppe unter der Leitung von Charles Hudson wurde von insgesamt drei Bergführern begleitet. Am 1. August 1855 konnte man den Rundblick vom Gipfel genießen. Charles Hudson konnte sich auch durch andere Besteigungen einen Namen machen, bevor er 1865 beim Versuch, das Matterhorn zu besteigen, in die Tiefe stürzte und noch an der Unfallstelle starb.

Heute wählt man einen anderen Weg zur Dufourspitze. Die Ostroute ist deutlich weniger gefährlich. Sie wurde 1872 durch ein fünfköpfiges internationales Team erschlossen und genießt heute den Ruf des so genannten Normalweges zum Gipfel. Dort hat man die Möglichkeit, auf knappen 2.800 Metern eine letzte Rast in der Monte Rosa Hütte einzulegen und Kraft für den mühsamen Aufstieg zu sammeln. Sie bietet auch eine Rückzugsmöglichkeit, falls das Wetter plötzlich umschlagen sollte.